Mittwoch, 7. November 2012

I am the Wall Street Joker

Liebe Mitbürger,

heute stehe ich nun zum zweiten mal hier vor Ihnen.  Es ist mir eine große Ehre- die allergrößte! (laaaaange Pause, Applaus abwarten) Genau wie vor vier Jahren habe ich einen beinharten Wahlkampf erlebt. Mein republikanischer Gegner ist ein großer Mann. Anders als sein Vorgänger, der kleine Purzel McCain. Vielen Dank, dass wir so einen fairen Wahlkampf gefochten haben. Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben. [...]

Jetzt möchte ich mich aber direkt an Sie (beidhändige Geste von innen nach außen) wenden, liebe Freunde und Mitbürger. Liebe Junkies und psychisch Kranke. Liebe Unterdrückte und Ausgequetschte. [...] Wir haben es geschafft. Ihr- weil ihr so blind wart- habt mich wieder in dieses Amt gewählt. Ihr habt es geschafft. (schulterklopfen) Ihr tut das, weil ihr glaubt, dass Ich derjenige sein kann, der euch befreit von Tyrannei, Unterdrückung und Kriegen. (Durchatmen!) Heute bin ich aber hier, um damit aufzuräumen. Euch zu sagen, was hier (energisches Pochen mit dem Zeigefinger auf das Pult) in Wahrheit um euch herum passiert, welcher Gruppe von Verbrechern wir ausgeliefert sind. Was die wirklich vor haben. Und was ich leisten soll.

Mir selbst geht es sehr schlecht. (Pause, das Publikum sich beruhigen lassen) Manchmal frag ich mich, ob ich ein Mensch oder ein Computer bin. Ich bin ein Avatar der Reichen. Von meinen Lügen bin ich Abends vor dem Fernseher selbst so erschrocken, dass ich Michelle immer bitte mir in meine Hand zu beißen. (vormachen, Barack) Sie macht das großartig, manche von euch kennen das vielleicht. [...] Ich habe Angst um mein persönliches Erbe. Ich möchte nicht als der Verräter Afrikas in die Geschichte eingehen. Ich habe Angst.

Folgendes ist zum Verständnis sehr wichtig. (Pause) Hören Sie genau hin und machen Sie sich ihre eigenen Gedanken. An ALLEN Kriegen der letzten 200 Jahre war ein einziges Kartell an Banken beteiligt. Dieselben Geldgeber, die Mao, Stalin, Hitler, Mussolini, oder sogar Napoleon unterstützt haben, unterstützen jetzt mich. Jeder einzelne dieser Versuche, die Welt an sich zu reißen zielte auf einen Tag hin. Auf heute. Auf mich. Ich soll es zu Ende bringen. Und ich zerbreche unter dieser Last. Bitte glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass ich nicht immer so war. (Griff ans Herz)

Um Ihnen ein Bild von der Wahrheit zu vermitteln will ich Ihnen heute nur drei Fakten erzählen und sie entscheiden dann selbst, was sie daraus machen. Es ist wie in der Matrix als Morpheus Neo fragt, ob er die rote oder die blaue Pille schlucken möchte. Entscheiden Sie sich dafür, mir zuzuhören, gibt es kein zurück. [...]

Erstens: Die Banken regieren die Welt. (Gelächter abwarten, selbst mitlachen, Beruhighungsgesten, ZEIGEFINGER heben) Es klingt so lustig, wenn man es so sagt. Jeder von Ihnen wird sich denken: "Ja vielen Dank Barack, gut dass wir gekommen sind. Erzähl uns doch mal was Neues." Aber liebe Freunde, es ist völlig anders, als ihr es euch vorstellen könnt.

[...] Wenn sie bei einem Privatmann Schulden aufnehmen und selbst irgendwann merken, sie können sie nicht weiter bezahlen, kann der Privatmann von Ihnen beispielsweise verlangen, irgendetwas zu verpfänden. Sagen wir mal: Ihr Haus. Und jetzt stellen Sie sich vor, dass unser Bankensystem (Die FED bzw. EZB inkl. ESM) die unkontrollierte und unendliche Macht hat, Geld zu drucken. Das bedeutet, auch die unendliche Macht, Kredite zu vergeben. Banken haben schon immer am liebsten Kredite an die Menschen vergeben (die waren auch immer die Anfälligsten), die selbst schwach waren und keine Perspektiven sehen konnten. Dieses System funktioniert auf diese Weise seit mehr als 300 Jahren und wurde im "Federal Reserve Act" 1913 erst so richtig perfektioniert. Eine Bank, die unendlich Geld hat und es vergibt. An dieser Stelle vielen Dank an die Europäer,(guck so zynisch es nur geht) die dasselbe System vor einigen Monaten eingeführt haben. Bis auf Putin, den alten Halunken, haben sich alle blenden lassen. Er hat sich der Oligarchen entledigt. Eben auf die russische Art. (Verschmitztes Grinsen) 

Nur ein Beispiel: Haben sie schon einmal von Muammar al Gaddafi gehört? Diesem libyschen Verbrecher? (Anführungzeichen) Über Jahre hat er gemacht, was wir wollten. Dann konnte er seine Schulden nicht bezahlen. Den Rest kennt ihr. Wir mussten ihn platt machen. Die Wall Street hat von uns verlangt, ihn platt zu machen. Vor der Kamera. Wir machen alles vor der Kamera. Die Nummer läuft immer über die Verleumdung. Wir behaupten einfach. Massenvernichtungswaffen, Terror, Atombomben... Hussein, Gaddafi, Ahmadinedschad. Die drei Kerle, die ihr Öl nicht mehr in Dollar an der Börse rechnen wollten. Weitere spreche ich vor Scham nicht mehr an. (Blick nach unten, tiefer Atemzug, Griff an die Nase)

Zweitens: Unser Planet wird nicht verglühen. Wir nutzen es, um euch Steuern aufzuerlegen. Und dass die Erde sich erwärmt, liegt nicht an unseren Autos oder Abgasen oder Treibhausgasen oder Rindern in China oder dem FCKW-Kühlschrank deiner Mutter. (Zeigen auf einen konkreten Menschen) Die einzige Erklärung sind Sonnenflecken-Aktivitäten, die es auf unserer Erde gibt, seit es unsere Erde gibt.  Und das ist kein Witz. Allein seitdem unsere Wetterdaten aufgezeichnet werden, gab es die verrücktesten Schwankungen in beiderlei Richtungen. (Richtungen anzeigen hoch und runter) Das hat zu kleinen Eiszeiten geführt, aber auch dazu, dass im Mittelalter sogar Südfrüchte in den nördlichsten Regionen der Welt gefunden worden. Der Mythos, dass unsere Pole schmelzen und wir alle sterben werden ist die genialste Idee, die unsere Chefstrategen jemals hatten. Denn das Ding zieht bei euch. Ihr wollt euren Kindern gegenüber nicht Schuld sein, stimmt's? (Zwinkern, Blick einer jungen Mutter suchen) Dabei ist das nur der ganz normale Verlauf unseres Planeten. Und den gibt es schon seit- Ich weiß wirklich nicht wieviel- Millionen Jahren. (Nach vorn abwinken)

Die Rettung der Welt, wird der Deckmantel sein, unter dem diese Verbrecher versuchen, euch jegliche Souveränität zu rauben. Und jeder, der sich dagegenstellt, wird denunziert. Dazu haben wir ein wunderbares mediales System erschaffen, zu dem ich in meinem letzten Punkt noch etwas sagen will.

Drittens: Sie haben euch im Sack, Freunde. (Aufgerissene Augen) Sie, wir, ich, google, facebook, VISA, NBC, CNN... sie haben dich im Sack! (Zeige auf jungen Kerl) Der eine Teil der Medien findet alles über dich heraus, und der andere Teil setzt es gegen dich ein. Und alles vermischt sich immer mehr. Halt deinen Kopf nur ein einziges mal ins Internet und sie schlagen dir mit meinem schwarzen Gesicht in dein schwarzes Gesicht. (Schwarzes Gesicht suchen, drauf zeigen, mitleidig gucken) Ihr glaubt mir, weil ihr denkt, ich sei einer von euch. Ich wär's gern. Aber sie lassen mich nicht, denn sie haben mich auserwählt. Sie zeigen euch einen peinlichen Kampf zwischen mir und Mitt. (kurz Pause, energisch wieder rein) Mitt Romney ist ein ehrenwerter Mann. Und wir schätzen uns. Aber dieses Wahlkampf-Getöse muss sein für euch. Ihr wollt es nicht anders. Ihr habt euren Verstand verloren.

Ich bin auf der falschen Seite. Bitte holt mich zu euch. Ich liebe Amerika. Gott schütze Amerika. (improvisieren)

Dienstag, 2. Oktober 2012

Virtuelle Strategie, reales Desaster.


Dirk Bach ist tot. Krass. Gerade les ich’s. Genaues kann man wohl noch nicht sagen, aber man hat mir versprochen, dass ich im Laufe des Abends noch weiter informiert werde.  Oh Mann, krasse Nachricht. Ob die jetzt den Dschungel schließen? Das wäre übrigens eine Idee. Den Dschungel dort mal 5 Jahre brach legen und dann nach der Zeit nur mit Kameras ein weiteres mal produzieren. Vielleicht mit Til Schweiger und Frau Dr. Silvana Koch-Mehrin.  War der eigentlich schwul Dirk Bach? War doch so? Und was hatte der immer für fetzige Klamotten an! Tot schick. Ich bin bei seiner Familie. Das muss ich wirklich sagen. Das geht jedem so, der es in irgendeiner Form schon mal erlebt hat. Und was dürfen die jetzt lesen in den nächsten 3 Wochen! Wahnsinn. Wenn man sich das mal an seiner eigenen Person vorstellt, will man lieber nicht mehr bei DSDS gewinnen. Die Scheiße kommt auf jeden von denen zu. (…) Hier geht es um Durst. Ganz klar. Die Fragen, die sich bei einem Großteil der Menschen auftun, müssen geklärt werden. Schnellstmöglich, immer abrufbar und am besten schön bunt. Das passt übrigens super in die Zeit jetzt. Gestern lauteten die Schlagzeilen noch: "Schmähvideo Dingens" und "Straßenschlachten in Griechenland, Spanien und Portugal" Dirk Bach bringt uns ein bisschen Farbe ins Spiel mit seinen Hüten und seiner dicken Plauze. Woran ist er nun gestorben? Verstopfte Arterie? Ist ja zu Hause passiert. Wir werden es sehen, vielleicht wissen wir ja am Schluss mehr.

Um den Dicki (erste Schlagzeile) soll es hier aber heute nicht gehen. Der passt mir nicht ins Bild.. Die Geschichte von Dirk Bach ist nur ein perfektes Beispiel für die Art und Weise, wie unsere Gedanken und damit auch unsere Medien funktionieren. Mir wurde mal ein Linguist namens Noam Chomsky nahegelegt, der versucht hat in 10 Punkten zu erklären, wie es möglich ist, eine Gesellschaft nur durch die Medien gedanklich steuerbar zu machen. Sehr aufschlussreich, kann ich euch verraten. (...) Wenn ich beispielsweise einer wäre, der vor hat die Weltherrschaft an sich zu reißen, wie man immer so neckisch sagt... Chomsky würde  mir raten, dass ich zu jeglicher Zeit die Aufmerksamkeit der Leute umkehren muss, indem ich sie besonders in Schwierigen Zeiten mit völlig unwichtigen, aber in der Darstellung entscheidenden Themen und Debatten beliefere. "Dirk Bach ist tot." Die Schlagzeile haut dir regelrecht eins in die Fresse. Es ist als würde Dirk Bach persönlich zuschlagen. Mit seinen (wie viel ungefähr?) kg. Wir, und ich sage mit Absicht wir, weil ich selbst Opfer dieser Nummer bin, haben die nächsten Tage damit zu tun, uns darüber zu informieren, was denn nun genau passiert ist in der Wohnung von Dirk Bach. "Ob der die eigentlich schön eingerichtet hat?" - "Na klar.., hat die Zietlow nicht mal SchönerWohnen gemacht? Da kennen die sich doch." - "Ach nee, das war die andere Dicke." - "Woran isser nun gestorben, was meinste?" - "Irgendwas krasses ist es bestimmt. Der war erst 51."
Bereitet euch vor, kann ich euch sagen. Spätestens bis Bettina Wulff ihr nächstes Buch geschrieben hat, ist erstmal der kleine dran. Und warum? Weil es irgendwie wichtig erscheint. Keine Ahnung, wie es euch geht. Aber mir erscheint die Meldung, dass Russland wiederholt davor warnt seine strategischen Atomwaffen an die Südgrenze des  Landes zu verlegen, wenn die USA weiterhin den Krieg gegen "Ahmadinedschad und seine 40 Räuber forcieren", weitaus entscheidender. Und entschuldigung, an dieser Stelle lässt sich leider nicht streiten.

"Erzeuge ein Problem und liefere die Lösung", (neuer Weltherrscher will ich noch anfügen.) Wie stoßen wir eigentlich auf unsere Probleme?`Rein durch die Information. Die uns wer nochmal liefert? Das heißt ich lese morgens etwas oder höre oder sehe etwas und damit geh ich dann zur Arbeit. Und das was am größten gedruckt ist und vielleicht noch schön BUNT bleibt mir logischerweise am präsentesten. Ich hätte gar nicht gewusst, dass wir mit Salafisten so ein großes Problem haben. Jetzt haben wir eins. Und was für eins. Gar nicht anfangen will ich mit dem Thüringer Terror Trio und Uwe Mundlos. Wir haben die Lösung!!! Wir brauchen eine !!!Rechtsextremismus und eine Antiterrordatei!!!, die ziemlich schwammig formuliert dazu beitragen, jeden einzelnen komplett zu katalogisieren und auszuspionieren. Erich Mielke wäre vor Schreck tot umgefallen, wenn man ihm das gezeigt hätte. Vor allem so schön einfach. Mit dem iPhone!!!  Hahaha, und diese Dussel campieren drei Tage vor Verkaufsstart vor dem Appel-Laden. Die holen sich wie auf Pille ihre Wanze selber ab und packen auch noch Siebenhundert Euro hin. Wie geil ist das denn eigentlich? Als nächsten Punkt sollte man sich als kommender Weltherrscher darauf einstellen, krasse politische Veränderungen zeitlich abzustufen. Das ist wie mit dem Frosch und dem heißen Wasser. Kennt ihr das Bild? Setzt man einen Frosch in einen Topf mit bereits über 70° C warmen Wasser, würde er sofort wieder hinaus springen. Das wäre ihm zu heiß. Setzt man ihn aber in 25°C warmes Wasser und stellt ihn auf die Herdplatte Stufe 2 stirbt er, weil das Eiweiß irgendwann in seinem Körper stockt, wie sonst in einem Ei. Wenn man sich anschaut, was sich seit dem 11. September im Bereich Sicherheit alles geändert, verändert und auf fast verbrecherische Art und Weise ins Grundgesetzt geschummelt hat, wird einem wirklich schlecht. Für uns ist es nicht spürbar, weil wir in dem bekloppten Pott sitzen und nicht merken, wie das Wasser heißer wird. (D.F. Wallace "Das ist Wasser") Sehen unsere Enkel das in 40 Jahren mal in einer schönen Tabelle zusammengefasst, zeigen sie uns denselben Vogel, wie wir unseren Großeltern. Die Aufschubnummer läuft auch noch an anderer Stelle sensationell. Passt auf, das ist genial: Wenn die Verantwortlichen für das kommende Jahr 400 000 neue Arbeitslose erwarten, knallen sie uns in der Öffentlichkeit entgegen, dass wir mit 800 000 zu rechnen haben. Am Ende des Jahres (und in der Zwischenzeit gab es einen Tsunami und zwei neue Weltrekorde bei Schlag den Raab) heißt es dann: "Wir gottgewollten aus der Koalition haben es mit unserer Kraft und Entschlossenheit dazu gebracht, dass wir doch nur 400 000 Arbeitslose mehr verkraften müssen." Es ist möglich, selbst die krassesten Nachrichten und Meldungen als Erfolg zu verkaufen. Und zwar indem man mit der Masse der Menschen spricht, wie mit einem kleinen Kind. "Schuldenbremse, Rettungschirm, Abwrackprämie,  Anker usw..." Das sind Begriffe, die auch kleinen Kindern erklären könnten, was hier passieren soll. "Wir stürzen ab, es geht bergab. Immer schneller, wir brauchen einen Fallschirm. Genau einen Fallschirm der mich rettet." Dabei ist der Rettungsschirm nichts anderes, als die Erlaubnis der Bundesregierung, EUCH Geld zu nehmen und es zur Rettung der Banken zu benutzen. Schreibt man das so in eine Zeitung, wird das Blatt als Rechts- bzw. Linksradikal eingestuft. Fertig ist die Laube. Wir werden von Kindesbeinen daran gewöhnt, an einer Kommunikation teilzunehmen, die nicht mal ganze Sätze benutzt um uns etwas mitzuteilen. Oder gibt es wirklich einen Gedankenaustausch bei den TeleTubbies? 

Konzentriere dich auf Emotionen, nicht auf Reflexionen. Meine Lieblings Strategie. Jeder weiß eigentlich sofort, was ich meine. Das Bildmaterial bei allen Medienberichterstattungen über welchen Vorfall auch immer, beschränkt sich ausschließlich auf emotionale Bilder. Die Fragen, die in deinem Kopf entstehen sollen sind: Wie geht es diesem Kind wohl, das halbnackt und verhungert dort im Straßengraben liegt. Wo ist seine Mama? Warum hilft ihm verdammt nochmal niemand? Stattdessen sind doch viel mehr die Fragen interessant: Wer führt hier Krieg gegen wen und warum überhaupt da mitten in der Wüste? (...) Jeder weiß, ob Günther Gras jetzt ein Antisemit ist, aber nicht was er mit seinem Gedicht meinte. Wir werden an unsere Ur-Angst vor Antisemitismus erinnert und blenden alles weitere aus. Angst ist einfach die Emotion die am meisten zieht. Neben der Euphorie. Schaut euch bloß mal an, was während dieser EM alles entschieden worden ist, oder als Usain Bolt schonwieder Gold holt. Da zieht das Parlament die nötige Anzahl an Nichtfußballfans, entschuldigung Abgeordneten, zusammen um zu entscheiden, dass unsere Kommunen von nun an berechtigt sind mit unseren Meldedaten gewerblichen Handel zu betreiben. Onkel Christoph kriegt also bald Post von Wiskas, weil die am meisten geboten haben. Die Abstimmung hat keine 2 Minuten gedauert. Als Balotelli das Ding in den Giebel zimmert, waren alle schonwieder bei den anderen zum Trösten. Kam leider raus, die Scheiße. Na ja, wird jetzt beobachtet, einer Prüfung unterzogen und wenn Advent ist, wir alle Glühwein saufen, zwischen DSDS Finale und Bettina Wullfs (wie hieß nochmal ihr Mann?) Rotlichtvergangenheit wird es dann heißen: "Überarbeitetes Gesetz beschlossen, Verantwortlicher zurückgetreten" Alles gut. Gesetz bleibt unter Auflagen genauso bestehen. Ändert sich gar nichts. Äääätsch! Angela Merkel war übrigens nicht im Stadion. Sonst kichert sie ja immer so schön. Wir finden sie süß, in ihrem Tele Tubby Kostüm. (Schreibt man das eigentlich so? Ich google es lieber nicht, sonst seh ich dauernd die Werbung bei Amazon am Rand.) Der Tele Tubby kauft gerade Drohnen für die Polizei und hat die Haushaltshoheit Deutschlands an den ESM abgegeben. Traut man denen gar nicht zu.

Um weiterhin die Ignoranz der Masse an solchen krassen Entscheidungen zu wahren, muss man dafür sorgen, dass niemand versteht, was wirklich abgeht. Selbst wenn man versucht, sich zu informieren. Plötzlich keine großen Bilder und einfachen Überschriften mehr, sondern tiefe Texte mit Abkürzungen, dass man immerzu würgen muss. EFSF, ESM, Olé Olé... Vergesst es. Die Bildung ist normalerweise der Schlüssel. Aber den hat der Tele Tubby verschluckt.

Für diejenigen, die sich dann die Arbeit machen hat unsere perfekt organisierte Medien Mafia (Noam Chomsky) eine ganz einfache Strategie für unseren Weltherrscher: Wandle das Gefühl des inneren Widerstandes in das Gefühl schlechten Gewissens um. Grandios wirklich. All diejenigen, die anfangen kritische Fragen zu stellen oder bei denen sich einfach nur tief im inneren das Gefühl einstellt, dass irgendwas nicht stimmt in dem System, bekommen ein Label aufgedrückt von dem Kaliber: Rechtsradikal, Linksradikal, auf Droge, Antisemit, Verschwörungstheoretiker, Spinner, Terror-RegimeChef-Stellvertreter-zweiten Grades oder was den schlecht bezahlten Redakteuren auch immer einfällt. Ausgrenzung, niemand hört mehr zu. Man will mit dem nicht gesehen werden, "womöglich zählt man mich dann zu den Salafisten?" Von denen gibt es in Deutschland übrigens 5 000. Wenn es nötig sein sollte, brauchen sie nur die Jungs zu schicken, die sonst immer in deiner kleinen Heimatstadt zum Fußball kommen, um aufzupassen. Robocop und seine Freunde. In die Allianz Arena passen 69 000 Zuschauer! Wir brauchen keine Drohnen. Vergleicht einfach mal eine Minute intensiv die Zahlen. Wenn ich Pech habe bin ich jetzt ein Spinner und niemand will sich mehr mit mir sehen lassen. 

Als letzten Punkt, und es sind nun mal zehn ich kann nichts dafür dass das hier so lang wird, schlägt uns unser neuer Freund der Linguist Chomsky vor: Entfache in der Bevölkerung das Gefühl, durchschnittlich zu sein! Du lieber Hans, Tobi, Hakim kannst nichts erreichen. Julia, Hanna und Christiane sowieso nicht. Ihr braucht eine Frauenquote. Damit das mal klar ist. Weil ihr zu blöd seid, es anders hinzukriegen. Wenn du heute was verändern willst, musst du Batman sein. Das wird uns suggeriert. Ohne Multimillionen und ohne ein Monstermobil kommst du gegen die Staatsmacht nicht an. Wir sind aber weit weg von Batman. Die meisten Familien in Deutschland können sich nicht mal mehr das Ticket für den Kinofilm leisten für: Fina Valentin, Sharon Pascal, Amy Mariella Francis und Angelina Jolie. Rumms, 80 Euro weg. Ich habe mich übrigens verzählt, dabei habe ich mir vorgenommen, nicht so viele Zahlen zu benutzen. Jetzt kommt erst der letzte und entscheidende Punkt und im Prinzip ist dieser Grundlage für alle vorherigen.

Sorge dafür, dass du die Menschen besser kennst, als sie es selbst tun.

Ideengeber für solche Strategien sind zum Beispiel Linguistiker, die Gundula Gause und Klaus Kleber von Thüringer Terror Trio berichten lassen. Mittlerweile sind wir bei den Happy Hippos. Unfassbar eigentlich. Psychologen, Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler und und und liefern das nötige Know How um uns so weit zu bringen, dass wir unter jeder Jacke eines dunkelharigen mit "Mulukken-Fresse" einen Sprengstoffgürtel vermuten. Wie lernt man uns eigentlich kennen? Früher war IM Octopus für dich verantwortlich oder Gauleiter von Guttenberg. Heute macht das ein kleiner Kerl mit Lockenkopf, der auch noch Zuckerberg heißt. Obwohl, nicht er macht das. Wir machen das selbst!!! Und Zuckerberg taucht in der Forbes-Liste auf und wird grandios verfilmt. IM Octopus fährt heute Taxi.

Von Dirk Bach übrigens kann ich euch 3 Stunden später nichts neues erzählen. Bisher kann man nur Videos und Fotos von ihm angucken. Und einen Nachruf von Arno Frank habe ich gefunden. "Und dann kommt der Tod". Au weia. Der Nachruf beginnt mit der lange vergessenen zynischen Frage eines Bildredakteurs, wo er wenn denn am liebsten platzen würde? Vor der Kamera oder auf einer Bühne? Oh mein Gott. Denkt mal an die Familie. Was wenn er wirklich geplatzt ist?

Ich bin sicher, wir werden es erfahren.


Dienstag, 21. Februar 2012

Rat-Schläger

Hinweise für einen Rat-Schläger

Entscheidend ist der Einstieg. Willst du jemandem einen Rat geben, sorge auch dafür, dass er vom ersten Moment den Ernst der Lage kennt. Ein gut betontes "Oh mein Gott!" oder "Au weia." oder "Ach du Scheiße" bringt gleich von Beginn an die nötige Wichtigkeit an die Oberfläche.

Beginne mit der Kindheit des Gegenübers. Kläre ihn nochmals darüber auf, dass er schon als Kind so gewesen sei und es nur eine Frage der Zeit sein musste, bis es zur großen Katastrophe kommt. "Ich hab's gewusst, ich hab es immer gewusst." Es fühlt sich einfach besser an, wenn man gleich weiß, dass man schon als Kind so scheiße war. Und auch damals schon, konnten einen nur die Eltern daraus befreien.

Untermale das große Problem mit vielen tausend Geschichten aus deinem eigenen Leben. Er oder Sie will sich an dir orientieren. Er braucht dein Vorbild, um abzumalen. Dass der Mensch vollkommen anders ist, spielt an der Stelle keine Rolle. Dann muss er sich eben ändern. Steht ja sowieso an oder nicht?

Mache das Problem so groß es geht. Dann merkt er, dass du es gut meinst mit ihm. Erstmal muss klar sein, wie groß der zu bewegende Haufen ist, bis man daran scheitern kann. Und vor allem ergibt sich daraus der Wert deines Ratschlags. Je größer das Problem, desto größer die Anerkennung für deine Hilfe. Stell dir vor, das Problem lässt dich fix lösen. Was hast du dann davon?

Schau in die Zukunft und bereite deinen Gegenüber auf kommende Probleme vor. Zeige ihnen auf, was alles auf sie zukommen wird und welch unmenschliche Kraftanstrengung nötig ist, um sich davor zu bewahren. Es ist ohne dich nicht möglich klarzukommen. Er wird dich brauchen. Für immer. Sei da lieber gleich ehrlich, nicht dass es am Ende wieder heißt... Ihr wisst schon.

Körperliche Signale nach langen Monologen solltest du ignorieren. Die ganzen Wahrheiten treffen sie so ins Mark, dass sie auf dem Stuhl herumrutschen vor lauter Erkenntnissen. Das ist doch bekannt. Wenn man erkennt, wie Recht du hast, schaut doch jeder an die Decke und auf sein Telefon. Steht bestimmt irgendwo geschrieben. 

Übe mitleidige Gesten. Streichle. Zeige deine Anteilnahme, indem du Präsenz zeigst. Vor allem körperlich. Das Problem löst sich durch das wohlige Gefühl einer warmen Brust sehr häufig ganz allein auf. Gut ist immer Schmusemusik und ein warmes Zimmer mit wenig Licht. Da kommt eine selbstbefruchtende Atmosphäre auf, die man sonst nur aus Erzählungen kennt. Zeige Mitleid. Sage wie schlecht es dir auch geht. Kotze auf den Teppich vor Anteilnahme. Das überzeugt sie wieder von deiner guten Absicht. Iss viel vorher, damit es auch nach was aussieht. Schlimm sind angetäuschte Kotzkrämpfe mit Geräusch, die wirken nicht.

Schlage zu. Sei ein Rat-Schläger. Schlage so lange zu, bis der andere am Boden liegt und sich nur an dir wieder aufrichten kann. Denn dazu bist du ja da. Ein Fels in der Brandung. Gab es da nicht sogar mal eine Werbung? Da scheint also was dran zu sein. Schläge, Schläge, Schläge.

Hinweise für einen Rat-Geber

Zuhören, Beobachten, Mitdenken.

Klare Ansagen und keine Umschreibungen. Sage, was du denkst über das Problem. Motiviere. Hilf sie daran zu erinnern, wie oft sie sich nur durch ihre eigene Kraft aus Problemen gezogen haben. Zeige auf, dass sie nicht allein sind damit, aber dass sie sich nur allein helfen können. Auf keinen Fall weine mit.

Gib Optionen und höre ihre Meinung. Vor allem aber sorge für Optionen, zwischen denen man sich entscheiden kann.

Bring sie zum lachen, denke ihre Zukunft ins Positivste. Male Bilder, wie schön alles wird.

Schlag niemals zu, denn du bist irgendwann vielleicht nicht mehr da.



Sonntag, 12. Februar 2012

Eine kleine Zeitreise

(Es ist 2033 und mein Sohn kommt aus der Schule.)

"Papa, wir hatten heute in Geschichte das Thema der 3. Weltkrieg.

"Oh, schwere Kost. Und was hast du gelernt?

"Die erste Frage war. Wie konnte es dazu kommen? Du warst ja in der Anfangszeit dabei? Habt ihr das nicht gemerkt, worauf das hinauslaufen sollte?"

"Wir haben das nicht kommen sehen, nein."

"Aber wie kann das sein? Immerhin war durch das Internet doch für jeden jegliche Information zugänglich. Man konnte alles sehen, lesen oder sich anschauen. Unser Lehrer hat uns einige Seiten von damals gezeigt. Von Attac und Anonymous oder von der Wissensmanufaktur. Das war ja im 2. Weltkrieg noch völlig anders."

"Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Was meinst du denn genau?"

"Na also es war ja so: Wenn ich das richtig verstanden habe, hat alles angefangen mit einer Finanzkrise, weil habgierige Menschen den Hals nicht voll bekommen haben. Sowohl 1929, als auch 2008 bzw. 2011."

"Ja, das stimmt."

"Und darauf folgten ganz rigide Sparmaßnahmen, die das einfache Volk an den Rande der Armut brachten. Angefangen mit den Griechen 2011. Die waren ja als erstes dran."

"Genau, ich erinnere mich."

"Dann wurde 1933 durch Hitler der Bevölkerung Angst eingejagt vor den Juden, die den Reichstag angezündet haben sollen und so weiter. Dasselbe wie 2001 mit dem World Trade Center. Nur da waren es Moslems, nein man nannte sie "Islamisten".

"Hmm... ja, das kann man so sehen. Das ist schon parallel."

"Dann ging es weiter. Aus der strategisch geschürten Angst war es ein leichtes, die Bürgerrechte beinah komplett abzuschaffen. '33 oder 2011. Ist euch nicht aufgefallen, wie ihr irgendwann fast gar keine Rechte mehr hattet? Dass ihr nicht mehr frei wart? Die Überwachung der Gestapo war im Prinzip ein Witz gegen das, was im digitalen Zeitalter möglich war. Die wussten ja immer, wo ihr gerade seid. Sie konnten ja jedes Gespräch mithören und waren dadurch immer einen Schritt voraus."

"Es hieß, das hilft uns gegen Terror zu schützen. Wir mussten uns sogar nackt scannen lassen, wenn wir in ein Flugzeug gestiegen sind."

"Ist dir nie das Wort Gleichschaltung in den Sinn gekommen, als du dir angesehen hast, wie gleich die Medien darüber berichtet haben oder was in den Schulen gelehrt wurde? Du bist doch Lehrer geworden. Ist dir nicht aufgefallen, dass das der Inhalt der Lehrbücher nicht mit dem zusammenpasste, was wirklich passierte?

"Nein, ist es nicht."

"Die Nazis haben Bücher verbrannt. 2011 hat man das Internet zensiert. Kritische Autoren als Linksextremisten stigmatisiert."

"Stigmatisiert? Was lernst du denn für Wörter, verflucht?"

"Mach dich nicht lustig. Es ist mir sehr ernst."

"Entschuldigung. Aber sei nicht so frech."

"Es ist alles so unglaublich. Ihr hattet doch alles schon erlebt. Haben deine Großeltern darüber nicht geredet? Hattest du kein Geschichte? Hast du die Zeiten nicht verglichen? Die Spaltung der Gesellschaft, die Gleichschaltung durch eine Ideologie, ob an die Rasse angelehnt oder an die Zivilisierte Welt. Das ist ja völlig egal. Es gab dutzende Filme, Bücher und Leute die es regelrecht in die Welt geschrien haben"

"Heute ist mir alles klar. Oder zumindest klarer. Heute fällt mir auf, dass man uns mit dem Dschungelcamp und Germany's next Topmodel nur ablenken wollte von der Realität. Die Menschen dachten es sei alles OK. Wir haben den Regierungen vertraut."

"Vertraut? Wenn man dir verbietet, deine Meinung offen zu sagen? Wenn friedliche Demonstranten auf der Straße verprügelt werden? Wenn man Künstlern das Maul verbietet? Wenn man Menschen foltert in Guantanamo? Ganze Regionen ausbeutet und deren Despoten unterstützt? Bombenangriffe auf Länder mit Bodenschätzen fliegt? Wow. Da wart ihr entweder alle ziemlich blöd oder desinteressiert am Schicksal dieser Menschen."

"So einfach ist das nicht. Du machst es dir viel zu einfach. Was hätte ich allein denn tun sollen? Was hätten wir schon tun können?"

"Unser Lehrer hat gesagt, dass es unfassbar ist, dass gerade Deutschland so wenig dagegen unternommen hat. Immerhin hatten die zwei Unrechtssysteme erlebt in ihrer Geschichte. Habt ihr das alles vergessen?"

"Nein, nicht vergessen. Aber es war nicht so deutlich, wie heute! Damals dachte man die da Oben wüssten, was sie tun. Die Menschheit hatte ja für ihre Freiheit gekämpft. Wir erkannten nicht, dass es eine Illusion war."


"Wie?"

"Wir fühlten uns frei. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte. Aber heute weiß ich, dass ich das Privileg hatte in Deutschland geboren zu sein. In ein erträgliches Umfeld. Wir hatten keine Slums. Und nur weil wir in der sogenannten Informationsgesellschaft gelebt haben, hat das nicht bedeutet, dass wir auch wirklich informiert wurden. Es war rückblickend viel leichter uns zu manipulieren, als wir es uns jemals hätten vorstellen können. Es hieß, wir verteilen Schultüten in Afghanistan. Heute weiß man ja, dass das nicht stimmte."


"Horst Köhler hieß doch der Präsident, der öffentlich sagte, was dort wirklich los ist. War das nicht verwunderlich, dass er einen Tag später aus sehr fragwürdigen Gründen zurücktrat?"

"Den hat niemand ernst genommen. Aber komisch war es schon. Nur kam ganz schnell wieder die Meldung über ein Erdbeben in Haiti. Sobald sowas rauskam, zeigte man uns Katastrophenbilder aus der Welt und alles konzentrierte sich darauf."

"Wenn du könntest und du in der Zeit zurück könntest, was würdest du anders machen?"

"Ich würde meine Meinung sagen, versuchen Leute zu überzeugen. Würde den Schwachen zur Seite stehen, mich für Arme einsetzen. Ich würde meinen Konsum reduzieren, den Medien nicht so blind vertrauen. Ich würde mir ein eigenes Bild machen, Moslems treffen. Ich würde lesen, zuhören, versuchen zu verstehen. Ich würde kritisch sein und nicht mehr so leichtgläubig. Ich würde mich von Menschen nicht mehr als Verschwörer bezeichnen lassen. Ich würde Nein sagen."

"Wenn du mir versprichst, dass du mich mit Mutti wieder zeugst. Dann kann ich dich zurückschicken ins Jahr 2012. Würde das reichen? Das war kurz vor den Angriffen auf Syrien und den Iran. Nur kurz vor den Terroranschlägen von Deutschland. Kurz vor der Solidarisierung der Nordafrikaner. Kurz vor der letzten Schlacht um Jerusalem. Das müsste reichen, um was zu verändern oder?"

"Du spinnst doch. Wie willst du das machen?"

"Gib mal deine Hände."

"Warte, was machst du? Oh, mein Gott. Was ist das denn für ein Ding?"


[...] Plötzlich ging alles ganz schnell. Ich hatte mir eine Zeitreise immer anders vorgestellt. Kein Tunnel in Neonfarben, keine Technomucke und keine wilde Abfahrt. Ich saß einfach wieder da, wo ich schon einmal saß. Auf meiner Couch zu Hause in meiner Studentenbude. Die Zukunft war gelöscht, ich wusste nicht mehr, wer meine Frau werden würde. Kacke, ich hatte meinem Sohn versprochen, ihn wieder zu zeugen. Das hat mich in den ersten Minuten am meisten beschäftigt. Ich hatte ich mich auch in der Zukunft nicht verändert. Ich saß vor dem TV und chattete mit einer Caro. Am Tag darauf war ein Sonntag und ich begann mir die Nachrichten anzusehen. Irgendwie mit anderen Augen. Es lösten sich so viele Widersprüche auf. Alles war so deutlich.

Ab morgen werde ich meine Zweifel äußern. Ich habe es meinem Sohn versprochen. Immer wenn mir was auffällt, werde ich es sagen. Ich will dieses Gespräch in der Form nicht mehr führen müssen. Niemals. Nichts getan zu haben, macht einem unfassbare Bauchschmerzen. Das wünsche ich niemandem. Alles werde ich dafür geben, die Demokratie zu beschützen. So wie sie mal gedacht war. Und morgen fange ich an. Ich werde einen 12. Klässler kontaktieren und mir von ihm erklären lassen, wie das damals anfing mit dem 2. Weltkrieg und der schlimmsten Katastrophe bis heute. Und dann nehm ich einen Zettel und mache eine Tabelle, stelle alles gegenüber, was sich in meinen Augen ähnelt und ich knalle es jedem ins Gesicht, der denkt, er wisse besser bescheid über Finanzmärkte und Börsen und Öl und über Kameltreiber und Mulucken und Terrorsisten und über die "Zivilisation". Vielleicht schreib ich es auch auf eine Baseballkeule, das verleiht der Sache mehr Nachdruck. Und ich glaube, ich schlage von vorne zu, damit man es kurz vor dem Aufprall schön groß lesen kann. Tut euch mal den Gefallen und speichert das Foto. Verschiebt man den Regler für Sättigung. Ein toller Effekt, der zeigt, dass man es selbst in der Hand hat.

Reichstag in Berlin Collage 1945 und 2011