Liebe Eleonora,
vor fast genau vier Jahren habe ich dich das erste mal gesehen. Du hast meinen Blick sofort auf dich gezogen und ich konnte mich minutenlang nicht mehr von dir trennen. Ich habe dich bewundert. Dein Talent und deinen Mut. Du hast mich an den Rande der Tränen gebracht mit deinem herzzerreißenden Auftritt. Und heute morgen musste ich wieder an dich denken. Wenn sie heute Abend in Vancouver die Olympischen Winterspiele eröffnen wirst du für einen kurzen Moment wieder in den Köpfen von 2 Milliarden Menschen sein. Aber niemand wird dich jemals so verehren, wie ich!
Ich frage mich, wie es dir so ergangen ist. Du bist mitlerweile 13 Jahre alt und wirst am Tag sicher 20 SMS an deine Freundinnen verschicken. Oder vielleicht bist du längst eine berühmte Sängerin. Und ein myspace-Profil hast du sicher auch. Wer weiß, wie viel von deiner Schüchternheit du noch besitzt? Aber du bist ja mitlerweile auch schon groß. Ich hoffe für dich, dass du eine richtig laute Großklappe geworden bist. Lass die blöden Lehrer und Eltern ruhig schimpfen. Die haben keine Ahnung von deinen Sorgen. Die sind alle nur neidisch auf das, was du hast! Nur für dich hab ich die Liveübertragung nochmal als Video mit angehängt. Achte mal auf die Nationalgardisten, die du zum Weinen bringst und höre auf die beiden italienischen Kommentatoren, die sprachlos sind ganz plötzlich. Weißt du Eleonora, wir Deutschen tun uns in der Regel schwer mit euch Italienern. Irgendwie habt ihr so viel, auf das ihr stolz seid. Ihr singt eure Hymne mit einem Donnern- wir nuscheln sie immer bloß vor uns hin. Ihr seid irgendwie so gewieft und schummelt immerzu. Eure Männer nehmen uns die Frauen weg mit ihrer Dolce Vita und wenn man einmal einen Abend auf einem italienischen Balkon mit Wein, Oliven und Käse erlebt hat, will man nie wieder zurück in den Odenwald. Wenn ihr uns dann auch noch im Halbfinale aus einem wichtigen Turnier werft, kann man euch nicht mehr leiden. Man nennt euch hier "Spagetthi-Fresser". Aber ich tu das nicht mehr. Seitdem ich dich kenne, hab ich nie wieder schlecht über Italiener gesprochen.
Denn du bist so anders. Wie du schüchtern deine Arme vor dem Körper verschränkst und mit deiner bezaubernden Stimme dafür sorgst, dass es mir eiskalt den Rücken herunterläuft [...] -wahrscheinlich ist das ITALIENISCH!
Es würde mich sehr freuen, wenn du mir antwortest. Ich will wissen, ob du dir vor Aufregung damals kaum die Schuhe binden konntest und wie dich die ganzen alten IOC-Knacker in die Wangen gekniffen haben. Ich bin nicht so ein Streicheltyp. Ich halte Abstand. Ehrwürdigen Abstand. 980 Kilometer um genau zu sein. Aber ich fühle mich dir näher, als die Leute, die dir deine Haare zerwühlt haben.
Pass immer gut auf dich auf und mach heute Nacht um 3:00 Uhr den Fernseher an. Vielleicht gibt es wieder einen ähnlich ergreifenden Moment. Obwohl das sehr schwer vorstellbar ist. Schon, dass ich es in Erwägung ziehe, macht es unmöglich. Denn du hast mich damals aus heiterem Himmel erwischt!
In Liebe, dein Basti.
vor fast genau vier Jahren habe ich dich das erste mal gesehen. Du hast meinen Blick sofort auf dich gezogen und ich konnte mich minutenlang nicht mehr von dir trennen. Ich habe dich bewundert. Dein Talent und deinen Mut. Du hast mich an den Rande der Tränen gebracht mit deinem herzzerreißenden Auftritt. Und heute morgen musste ich wieder an dich denken. Wenn sie heute Abend in Vancouver die Olympischen Winterspiele eröffnen wirst du für einen kurzen Moment wieder in den Köpfen von 2 Milliarden Menschen sein. Aber niemand wird dich jemals so verehren, wie ich!
Ich frage mich, wie es dir so ergangen ist. Du bist mitlerweile 13 Jahre alt und wirst am Tag sicher 20 SMS an deine Freundinnen verschicken. Oder vielleicht bist du längst eine berühmte Sängerin. Und ein myspace-Profil hast du sicher auch. Wer weiß, wie viel von deiner Schüchternheit du noch besitzt? Aber du bist ja mitlerweile auch schon groß. Ich hoffe für dich, dass du eine richtig laute Großklappe geworden bist. Lass die blöden Lehrer und Eltern ruhig schimpfen. Die haben keine Ahnung von deinen Sorgen. Die sind alle nur neidisch auf das, was du hast! Nur für dich hab ich die Liveübertragung nochmal als Video mit angehängt. Achte mal auf die Nationalgardisten, die du zum Weinen bringst und höre auf die beiden italienischen Kommentatoren, die sprachlos sind ganz plötzlich. Weißt du Eleonora, wir Deutschen tun uns in der Regel schwer mit euch Italienern. Irgendwie habt ihr so viel, auf das ihr stolz seid. Ihr singt eure Hymne mit einem Donnern- wir nuscheln sie immer bloß vor uns hin. Ihr seid irgendwie so gewieft und schummelt immerzu. Eure Männer nehmen uns die Frauen weg mit ihrer Dolce Vita und wenn man einmal einen Abend auf einem italienischen Balkon mit Wein, Oliven und Käse erlebt hat, will man nie wieder zurück in den Odenwald. Wenn ihr uns dann auch noch im Halbfinale aus einem wichtigen Turnier werft, kann man euch nicht mehr leiden. Man nennt euch hier "Spagetthi-Fresser". Aber ich tu das nicht mehr. Seitdem ich dich kenne, hab ich nie wieder schlecht über Italiener gesprochen.
Denn du bist so anders. Wie du schüchtern deine Arme vor dem Körper verschränkst und mit deiner bezaubernden Stimme dafür sorgst, dass es mir eiskalt den Rücken herunterläuft [...] -wahrscheinlich ist das ITALIENISCH!
Es würde mich sehr freuen, wenn du mir antwortest. Ich will wissen, ob du dir vor Aufregung damals kaum die Schuhe binden konntest und wie dich die ganzen alten IOC-Knacker in die Wangen gekniffen haben. Ich bin nicht so ein Streicheltyp. Ich halte Abstand. Ehrwürdigen Abstand. 980 Kilometer um genau zu sein. Aber ich fühle mich dir näher, als die Leute, die dir deine Haare zerwühlt haben.
Pass immer gut auf dich auf und mach heute Nacht um 3:00 Uhr den Fernseher an. Vielleicht gibt es wieder einen ähnlich ergreifenden Moment. Obwohl das sehr schwer vorstellbar ist. Schon, dass ich es in Erwägung ziehe, macht es unmöglich. Denn du hast mich damals aus heiterem Himmel erwischt!
In Liebe, dein Basti.
Gott, ist die süß!
AntwortenLöschenDie ist ja knuffig <3 Den Text hast du schön geschrieben :)
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